Beim Kuchen backen denkt man nicht unbedingt zuerst an Rezepte aus Japan. Doch mögen Japaner offensichtlich Desserts sehr und sowohl die traditionelle als auch die moderne japanische Küche bieten zahlreiche interessante Rezepte für außergewöhnliche Süßspeisen und Kuchen. In diesem Beitrag erfahrt ihr, wie ein Japanischer Käsekuchen gebacken wird und was man versuchen kann, um interessante Varianten dafür zu finden.

So gelingt der Käsekuchen - fluffig und ganz ohne Boden

Das originale Rezept für den japanischen Käsekuchen aus drei Zutaten (er wird im Original "sufure chizu keki" genannt) wurde ein wenig abgewandelt, damit sich das Backen auch von der Menge her lohnt. Die Zeit für die Vorbereitung nimmt bei diesem Rezept ungefähr 20 Minuten in Anspruch. Zum Backen benötigst du noch einmal 45 Minuten und ein bis zwei Stunden zum Abkühlen, bevor der Käsekuchen auf den Tisch kommt.

 

Zutaten Japanischer Käsekuchen:

  • 200 g weiße Schokolade
  • 250 g Frischkäse
  • 5 Eier

 

Vor dem Backen des Kuchens zurechtlegen:

  • Mixer, Löffel
  • Schüssel für den Teig
  • hohes Gefäß zum Eischnee schlagen
  • Wasserbad zum Schokolade schmelzen
  • Kuchenform (Springform) oder Auflaufform, eventuell Backpapier und Alufolie
  • Butter oder Margarine für die Form

 

Backofen vorheizen und Teig zubereiten

  1. Schalte gleich zu Beginn der Zubereitung des Kuchens deinen Ofen ein und stelle eine Temperatur von 175 °C (Mittelhitze, ohne Umluft) ein. Schiebe ein tiefes Backblech auf die mittlere Schiene und fülle es ca. 2 cm hoch mit Wasser. Jetzt kannst du beginnen, den Teig für den Kuchen anzurühren.

  2. Fette die Form mit Butter oder Margarine ein. Du kannst sie auch mit Backpapier auslegen, damit der Kuchen später leicht herauszunehmen ist. Da die Form später im Wasserbad in den Ofen kommt, kannst du die Springform von außen mit Alufolie gegen das Wasser abdichten. Alternativ eignet sich eine schöne Auflaufform, die von sich aus rundum dicht ist.

  3. Schmelze die weiße Schokolade in einem Wasserbad. Achte dabei darauf, dass sie nicht zu heiß wird, sonst bilden sich Kristalle.

  4. Trenne Eiweiß und Eigelb. Schlage das Eiweiß zu einem festen Eischnee. Dieser gelingt besser, wenn du eine Prise Salz oder ein bis zwei EL Zucker hinzufügst. Wer es weniger süß mag, lässt den Zucker weg, er gehört auch nicht wirklich in dieses japanische Rezept.

  5. Gib den Frischkäse in eine Rührschüssel und verrühre ihn mit der geschmolzenen Schokolade, bis alles eine homogene Masse bildet. Gib danach das Eigelb hinzu und rühre den Teig schön glatt. Dann wird der Eischnee untergehoben.

  6. Fülle nun den Teig für den japanischen Kuchen in die Form und stelle diese in das Wasserbad im Ofen. Lasse den Kuchen für 30 bis 40 Minuten backen. Stelle danach den Ofen ab und lasse den Kuchen noch ca. 15 Minuten im geschlossenen Ofen ruhen.

 

Den Käsekuchen ansprechend präsentieren

Vor dem Servieren dieses japanischen Nachtischs sollte der Käsekuchen ca. ein bis zwei Stunden langsam abkühlen. Er kann mit etwas Puderzucker bestäubt und mit Früchten wie Johannisbeeren, Erdbeeren oder Kirschen garniert werden.

Soll es typisch japanisch sein, könntest du auch eine Kugel Matcha-Eis als Topping für diesen leckeren Käsekuchen anbieten. Der außergewöhnliche Kontrast sorgt für ein intensives Geschmackserlebnis. Toll sehen die zartgelben Stücke des Käsekuchens auf japanischem Geschirr aus. Vielleicht hast du ja eine schicke Sushi-Platte, elegante, blau-weiße Teller oder edle Raku-Keramik im Haus, um deine japanischen Desserts stilecht zu servieren.

 

Als Getränk zu diesem fluffigen, japanischen Soufflé-Cheesecake passt natürlich am besten grüner Tee wie Matcha.

 

Variationen für den Japanischen Käsekuchen:

  • Form: Muffinförmchen, Kastenform oder figürliche Auflaufformen
  • Statt Frischkäse Quark oder Mascarpone verwenden
  • Dunkle Schokolade statt weißer Schokolade nutzen
  • Mit Vanille oder einem TL Zitronensaft aromatisieren

 

Japanische Desserts - mehr als nur Kuchen

Japanische Süßigkeiten hast du vielleicht schon auf einer Reise nach Japan oder in einem Restaurant als Nachtisch probiert. Köstlich als Dessert schmecken Mochi. Die kleinen Bällchen werden aus klebrigem Reismehl zubereitet und mit verschiedenen Pasten aus Anko Bohnen oder mit Früchten gefüllt. Anko ist eine typisch japanische Zutat, bei der die roten Bohnen weich gekocht und mit Zucker gesüßt werden. Dabei entsteht eine rote Bohnenpaste, die in süßen Teigtaschen als Füllung dient oder wie Marzipan zu Figuren geformt wird. Viele Rezepte verwenden Matche als Zutat, der mit seiner fein herben Geschmacksnote einen perfekten Kontrast zu süßen Kuchen bildet. Ungeschlagen ist jedoch der japanische Käsekuchen ohne Boden, der leicht und fluffig gelingt und dabei auch noch fantastisch aussieht.

Viel Spaß beim Nachbacken!

 


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