Als dekoratives Glücksbäumchen wird die Kokedama auch in Deutschland immer beliebter. Doch wie bastelt man sich schnell und unkompliziert diese Pflanze für Zuhause? Wo sollte der Standort für die elegante Zimmerpflanze liegen? Eignet sie sich auch für den Garten? Was muss ich bei der Pflege beachten? In dem nachfolgenden Artikel werden diese und weitere Fragen geklärt. Hier erfährst du, wie du eine Kokedama selbst kreierst und wie die richtige Pflege aussieht.

 

Was ist Kokedama?

Die Kokedama (Koketama - 苔玉), oder Kibonu, stammt ursprünglich aus Japan und bezeichnet zu Deutsch eine Mooskugel, in der eine Zierpflanze wächst und gedeiht. Sie ist eine kunstvolle und lebendige Komposition mit Farnen, Bambus und blühenden Pflanzen. Für eine Kokedama muss eine homogene Mischung aus Erde und Mutterboden zu einer Kugel geformt werden. In diese fertige Kugel wird die ausgewählte Pflanze hinein platziert. Im Anschluss muss Moos um den Ball mit einem Draht fixiert werden. Ihr Standort kann sich sowohl drinnen als auch in einem Garten befinden.

Auch heute ist die Pflanze in Japan eine sehr beliebte Art der Dekoration. In der Vergangenheit war sie bekannt als ,,Bonsai der armen Leute“. Heutzutage ist die Zimmerpflanze beliebter denn je und wird gerne als persönliches Geschenk sowie als Glücksbringer für wachsende Energie überreicht.

 

Was muss ich bei der Pflege von meiner Kokedama-Pflanze beachten?

Wie jede andere Zimmerpflanze benötigt auch das Kibonu die richtige Pflege. Um die Pflanze richtig zu pflegen, muss der Moosball regelmäßig gegossen werden. Aufgrund seiner kleinen Größe und dem damit verbundenen geringen Wasserspeicher muss die Zimmerpflanze regelmäßig gewässert werden. Dies beläuft sich auf durchschnittlich ein- bis zweimal pro Woche.

Laut Claudia Neumann vom Kibonu Onlineshop ist die elegante Pflanze leicht zu pflegen und eine zeitsparende Alternative zu einem Bonsai Bäumchen. Um die Zimmerpflanze richtig zu pflegen, benötigt sie nicht mehr als regelmäßig Wasser und einen hellen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung.

 

Richtig pflegen ist das A und O

Kokedama

Bildnachweise: Autor: Gergely Hideg | Flickr | License

Zur optimalen Pflege wird die japanische Pflanze auf einen mit Wasser gefüllten Suppenteller gestellt, bis die Feuchtigkeit komplett aufgesogen wurde. Je nach Größe dauert dies 10 bis 20 Minuten. Zusätzlich wird sie bei trockener Luft, wie zum Beispiel durch Heizungen im Winter, mit etwas Wasser besprüht. Einmal im Monat ist düngen nötig, um die Zimmerpflanze mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen.

Ein absolutes No-Go ist es, die Zimmerpflanze in einen Eimer voller Wasser zu stellen. Denn dabei wird sich das Moos und die Erde aus der Kugel lösen und das grazile Unikat wird zerstört. Zudem muss der Moosball vollständig austropfen, bevor er wieder aufgehängt wird.

 

Der richtige Standort für die Kokedama

Als Zimmerpflanze sollte sie an einem halbschattigen Standort stehen. Denn die Mooskugel verträgt keine direkte Sonne, da sie sonst sehr schnell austrocknet. Aus diesem Grund benötigt das Bäumchen helle Standorte, aber darf nicht an ein Fenster Richtung Süden gehängt werden. Zur Vermeidung von Verschmutzungen wird die Zimmerpflanze mit etwas Abstand zu Wänden angebracht.

 

Kokedama oder Kibonu als außergewöhnliches Dekorationsobjekt

Der Standort für die japanische Zimmerpflanze ist frei wählbar und sie kann sowohl aufgestellt als auch aufgehängt werden. Für kreative Kraft und Positivität wird sie gerne als Tischdecko arrangiert. Das Bäumchen sieht besonders schön in einer Schale oder auf kleinen Tabletts aus. Eine weitere Deko-Idee ist es die Zimmerpflanze aufzuhängen. Für eine kunstvolle Variante wird sie mit einem transparenten Band angebracht, um eine schwebende Optik zu erzielen.

Die richtige Wahl für den Standort zu finden, hängt auch von der Pflanzengattung ab. So wirken blühende Pflanzen mit gerader Wuchsrichtung besonders gut in hübschen Schalen. Grüne Zimmerpflanzen mit herunter rankenden Blättern sehen wiederum toll aus, wenn diese hängend angebracht werden.

 

Welche Pflanze nehme ich für das Kult-Bäumchen?

In der japanischen Variante wachsen aus der Mooskugel Miniatur-Bonsai Bäumchen. In Deutschland lässt sich auch eine regionale Zimmerpflanze, wie zum Beispiel Efeu, Farne, Einblatt oder Ziergräser, verwenden. Ebenfalls sehr wirkungsvoll sind Sukkulenten, wie die Aloe oder ein Rosetten-Dickblatt. Ebenfalls sehr beliebt sind frühlingshafte Zwiebelblumen, wie Narzissen und Tulpen, die sich auch als Zimmerpflanzen sehr gut machen. Sobald sie abgeblüht sind, können die Blumen zusammen mit dem Kibonu in den heimischen Garten gepflanzt werden.

 

Die kugelförmige Pflanze im Garten - Ein großer Trend

Kokedama Pflanze

Bildnachweise: Autor: Gergely HidegFlickr | License

Die Kokedama gehört zu den aktuell größten Trends. Viele kreative Gärtner und Gärtnerinnen sind begeistert von der Idee, „schwebende Gärten“ mit den Mooskugeln zu kreieren. Dabei überzeugt das japanische Bäumchen nicht nur als Zimmerpflanze, sondern veredelt jeden Standort. So kann die Pflanze ebenso gut im heimischen Garten gepflanzt werden. Im Westen sind schwebenden Pflanzen vor allem durch den niederländischen Floristen Fedor van der Valk bekannt geworden. Er kreierte einen Schnur-Garten im Stil des japanischen Originals.

Für ein Kibonu im Garten eignen sich ebenfalls Zwiebelblumen und Sukkulenten. Die Pflanze sollte an einem hellen und warmen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung aufgehängt werden. Im Frühjahr sind zum Beispiel Narzissen und Hyazinthen die perfekte Wahl. Als echter Hingucker kann die schwebende Kibonu übrigens auch Teil von einem kleinen Garten auf dem Balkon sein.

 

DO IT YOURSELF-Anleitung für die schwebende Pflanze aus Japan

Nachfolgend gibt es eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, um ein eigenes Kibonu zu kreieren.

Das wird gebraucht: Feuchtigkeit bevorzugende Pflanzen, Moos, Allzweck-Kompost zum Düngen, Erde vom Bonsai-Baum, eine Schnur und ein Blumendraht.

  1. Ganz vorsichtig müssen Erdreste von den Wurzeln der Pflanze entfernt und mit feuchtem Moos umwickelt werden.
  2. Um eine homogene Mischung zu erstellen, muss der Kompost und die Erde mit ausreichend Wasser in einer großen Schüssel oder einem Eimer vermischt werden.
  3. Die feuchte Masse wird nun zu einer Kugel geformt. Die richtige Konsistenz erkennt man daran, wenn die Mooskugel bei einem Fall nicht auseinanderfällt. Überschüssiges Wasser wird daher aus der Mooskugel gedrückt.
  4. In die Mitte des Moosballs wird eine Vertiefung gedrückt, um die mit Moos umhüllte Pflanzenwurzel darin zu platzieren. Die Kugel muss nochmals fest zusammengepresst werden, um ein Auseinanderfallen zu umgehen.
  5. Das restliche Moos wird um den Ball gewickelt und anschließend mit einer Schnur oder einem Blumendraht befestigt. Für einen festen und sicheren Halt werden drei Schnüre um den Moosball gewickelt und verknotet. Nun kann das Kibonu gedeihen!

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