Neben dem typisch japanischen Sushi, das in Japan eher zu besonderen Anlässen serviert wird, hat das Land des Lächelns kulinarisch noch viel mehr zu bieten. Die japanische Küche ist besonders fett- und fleischarm. Es wird wenig Öl zum Kochen verwendet und auch Gewürze werden nur sparsam eingesetzt. Traditionell isst man in Japan vor allem Reis, Nudeln, Fisch und Meeresfrüchte. Gemüse und Fisch wird meist roh serviert oder nur kurz gegart. Zu den typischen japanischen Nudelsorten zählen Soba, Somen, Udon und Ramen. Letztere werden für das Nationalgericht des Landes der aufgehenden Sonne verwendet - Miso-Ramen. Diese japanische Nudelsuppe ist besonders auf der Insel Hokkaidō beliebt, da sie ursprünglich aus Sapporo stammt, der Hauptstadt Hokkaidōs.

Rezept in diesem Blogbeitrag:

» Miso Ramen

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Miso-Ramen

Miso und Ramen – die Hauptzutaten des japanischen Soulfoods

Zu den wichtigsten Zutaten des Miso-Ramen gehören, wie der Name schon sagt, die Miso Paste und Ramen Nudeln. Als Ramen werden sowohl Nudeln aus Weizenmehl, Salz und Kansui-Wasser bezeichnet, wie auch die daraus zubereitete Nudelsuppe. Kansui ist Wasser aus dem Kan-See der Inneren Mongolei. Es zeichnet sich durch hohe Anteile an Kalium- und Natriumcarbonat aus. In Japan kann das Kansui-Wasser in Flaschen gekauft werden, welches meistens künstlich hergestellt wird.

Miso ist eine Würzpaste, die aus Sojabohnen, Koji-Reis, Getreide und Salz besteht. Miso entsteht durch Fermentation von Reis unter Zugabe von Schimmelpilzen. Dieser Prozess kann viele Monate bis hin zu Jahren andauern, je nach Miso Paste. Übersetzt bedeutet Miso etwa „Quelle des Geschmacks“, deren Geschmack als Umami bezeichnet wird. Dieses Wort beschreibt einen herzhaften, salzigen, würzigen und gleichzeitig fleischähnlichen Geschmack. In der japanischen Küche wird Miso Paste in sehr vielen Gerichten verwendet, wie zum Beispiel der Misosuppe. Es existieren über 1000 verschiedene Sorten der japanischen Würzpaste. Sie soll sogar den Alterungsprozess verlangsamen und der Grund für die vielen über hundertjährigen Einwohner Japans sein.

Miso Paste und Ramen Nudeln findet man in Asiashops oder gut sortierten Supermärkten mit Asia-Abteilung.

 

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Miso-Ramen einfach selbst zubereiten

Rezept Miso Ramen

Die wärmende japanische Nudelsuppe ist besonders gut für die bevorstehende kalte Jahreszeit geeignet. Auch in Deutschland erfreut sich die japanische Ramen Suppe wachsender Beliebtheit. Wenn Sie nun Hunger auf den leckeren Miso-Ramen bekommen haben, können Sie folgendes einfach zuzubereitende Rezept ausprobieren.

Zutaten für vier Personen:

  • 4 Knoblauchzehen
  • 50 g Ingwer
  • 2 Schalotten
  • 2 EL Sesamsamen
  • 2 EL Sesamöl
  • 1 TL Chilisauce
  • 6 EL Miso Paste
  • 2 EL Zucker
  • 2 EL Sake
  • 2 L Brühe (Hühner- oder Gemüsebrühe)
  • 2 TL Salz
  • 1/2 TL Weißer Pfeffer
  • Sojasauce
  • 200 g Ramen Nudeln
  • 4 Eier
  • nach Belieben Chachu (dünne Schweinefleischstreifen), Tofu, Möhren, Mais, Pak Choi, Zucchini, Champignons, Frühlingszwiebeln, Nori-Blätter, eingelegter, roter Ingwer, Edamame, Shiitake Pilze usw.
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    Zubereitung:

    1. Zuerst den Knoblauch, Ingwer und die Schalotten schälen und fein hacken. Danach das Sesamöl in einem großen Topf erhitzen. Darin Knoblauch, Ingwer und Schalotten andünsten. Die Miso Paste hineingeben und zusammen dünsten. Anschließend mit zwei Litern Brühe ablöschen.
    2. Nun mit Zucker, Sesam (am besten vorher mit dem Mörser zerkleinert), Sake, Salz und Pfeffer würzen und das Ganze für etwa zehn Minuten köcheln lassen. Währenddessen kann das Gemüse gewaschen und in mundgerechte Stücke geschnitten werden.
    3. Die Eier je nach Belieben etwa 5 – 7 Minuten kochen und kalt abschrecken. Dies kann bereits einen Tag vorher vorbereitet werden, wenn die Eier typisch japanisch eingelegt werden sollen. Dazu wird eine Marinade aus 4 EL Sojasauce, 4 EL Mirin (süßer Reiswein) und 12 EL Wasser angerührt. Die gekochten Eier schälen und in die Marinade geben, sodass diese komplett bedeckt sind. Am besten über Nacht, mindestens jedoch für 3 Stunden, in den Kühlschrank stellen.
    4. Die Ramen Nudeln nach Packungsanweisung kochen und gut abtropfen lassen. Diese zusammen mit dem Gemüse in die Brühe geben und mit Sojasauce abschmecken.
    5. Die Suppe in Schüsseln geben und jeweils ein Ei (halbiert) sowie die restlichen Toppings (Chachu, Nori, Tofu, eingelegter Ingwer) auf dem Ramen verteilen.

    Für die Zubereitung dieses Rezepts sollten Sie etwa eine halbe Stunde einplanen. Die Miso Paste ist zum Kochen des Miso-Ramen unverzichtbar, die anderen Zutaten können Sie nach Belieben variieren. Die Ramen Suppe kann also auch vegan oder vegetarisch zubereitet werden.

    Genießen Sie ihren Miso-Ramen typisch japanisch, indem Sie die Ramen Nudeln und Einlage mit Essstäbchen aus der Brühe fischen und die Brühe direkt aus der Schale schlürfen. Viel Spaß beim Nachkochen und Guten Appetit!

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