Als Mochi oder Daifuku Mochi werden köstliche kleine Reiskuchen bezeichnet, die als Variante Daifuku mit einer süßen Füllung aus Anko versehen sind. Sie werden traditionell zum Neujahr verzehrt und ungefüllt als Einlage in einer herzhaften Suppe serviert. Natürlich werden in Japan das ganze Jahr über Mochi gegessen, was zu einer unglaublichen Füllen an leckeren Rezepten geführt hat. So kann man Daifuku Mochi mit Früchtefüllung, mit Grüntee-Füllung oder sogar mit Eis als Füllung finden. Der folgende Beitrag zeigt, wie der Teig und die Füllung traditionell oder modern zubereitet werden und listet einiger der leckersten Rezepte für Mochi auf.

 

Masse aus Klebreis und Wasser - die Grundlage für gute Mochi

Die Basisgrundlage für gelungene Mochi ist ein Teig aus dem Mehl von Klebreis, Zucker (nur bei den gefüllten Mochi) und Wasser. Dabei kann der Anteil an Zucker variieren, um einen besseren Kontrast zum Inhalt zu erzielen. Dieser Teig wird in Japan wie folgt zubereitet:

Zutaten:

  • 200 g Klebreismehl
  • 150 ml Wasser
  • 80 g Zucker (nur für gefüllte Daifuku Mochi)
  • Kartoffelstärke

 

Zubereitung:

Die Zutaten gründlich miteinander vermengen und dann in eine beschichtete Pfanne geben. Alles bei mittlerer Hitze erwärmen und dabei die Masse immer wieder mit einem Holzspatel umwenden und kneten. Mit der Zeit wird die Masse immer fester und gummiartiger. Wenn sie sich nicht mehr vom Holzspatel löst, wird sie auf ein Kuchenbrett befördert, das vorher mit der Kartoffelstärke bemehlt wurde. Jetzt gilt es, schnell zu sein: Der Teig wird flach ausgerollt und in ca. zehn Stücke geschnitten und zu kleinen Kugeln geformt. Damit sind die traditionellen Mochi fertig und können in einer Suppe oder so einfach pur serviert werden.

Gefüllte Reiskuchen werden Daifuku genannt. Für diese werden die Stücke zu runden Scheiben geformt und mit den Früchten oder der Bohnenpaste belegt. Die Enden der Scheiben über der Fülle zusammenklappen und entweder zusammenzwirbeln oder mit den Fingern abschnittsweise zusammendrücken, wie bei Tortellini oder Maultaschen. Dabei muss der Teig noch warm sein, damit das Zusammenfügen und Formen gelingt. Wer an den Händen hitzeempfindlich ist, kann sich mit speziellen Handschuhen aus Silikon schützen, die auch Konditoren oder Zuckerbäcker für ihre Arbeit nutzen.

 

Rezept für die Füllung aus Anko

Traditionell werden süße japanische Reiskuchen mit einer Masse aus Anko und Zucker gefüllt. Diese Mischung wird auch "japanisches Marzipan" genannt und lässt sich sehr einfach selber herstellen.

Zutaten:

  • 200 g Rote Bohnen (japanische Adzukibohnen)
  • 200 g Zucker
  • Wasser

 

Zubereitung:

Die Adzukibohnen gründlich waschen. Einen Liter Trinkwasser zum Kochen bringen und die Bohnen darin für ca. fünf Minuten kochen. Abgießen. Die vorgekochten roten Bohnen mit weitern 600 ml kaltem Wasser auf den Herd setzen und wieder zum Kochen bringen. Bei mittlerer Hitze für ca. 40 bis 45 Minuten leicht köcheln lassen, wobei die Bohnen immer mit dem Kochwasser bedeckt sein sollten. Eventuell zwischendurch etwas heißes Wasser nachfüllen. Sie sind fertig gekocht, wenn sie weich sind und sich zwischen den Fingern oder mit einem Löffel einfach zerdrücken lassen. Den Topf für fünf Minuten beiseite stellen. Danach das Kochwasser abgießen und die Hälfte des Zuckers zu den roten Bohnen geben. Alles wieder bei mäßiger Hitze erwärmen und umrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Danach den restlichen Zucker hinzugeben und ebenfalls auflösen. Sobald sich die Masse nicht mehr vom Löffel löst, wird der Topf vom Herd genommen. Abkühlen lassen und zum Abschluss mit einem Pürierstab fein pürieren.

 

Rezept 1: traditionelle Daifuku

Für traditionelle Mochi in Form von Daifuku werden in Japan Teig und Bohnenfüllung wie oben im Rezept beschrieben zubereitet. Sie passen ausgezeichnet zu einer Tasse grünem Tee oder als Dessert zu Sushi.

 

Rezept 2: Ichigo Daifuku mit Erdbeeren

Mochi Ichigo Daifuku

Bei diesem japanischen Rezept werden die Mochi Reiskuchen mit ganzen Erdbeeren gefüllt. Dazu die Erdbeeren vorher waschen und putzen. In den kleinen Hohlraum unter dem abgeschnittenen Stielansatz kann man etwas vor der Ankopaste füllen. Die Erdbeeren werden komplett mit dem Klebreisteig umhüllt. Dazu passen Eis, Minzeblättchen oder feines Fruchtpüree.

 

Rezept 3: Matcha - Mochi

Für Mochi mit Matcha wird dem Teig aus dem Basisrezept einfach ein Teelöffel Matcha Pulver hinzugefügt. Sie können mit oder ohne Bohnenfüllung, süß oder eher herzhaft zubereitet werden.

 

Rezept 4: Reiskuchen mit Eisfüllung

Mochi-Eis ist ein moderner Food-Trend, der viel Spielraum zum Experimentieren lässt. Der Reiskuchenteig wird wie im Basisrezept hergestellt. Er wird mit fertigem Eis gefüllt und kommt dann schnell für ca. 2 Stunden ins Gefrierfach. Danach kann man das leckere Mochi-Eis jederzeit essen und mit Früchten oder anderen Leckereien kombinieren.

 

Rezept 5: Sakura Mochi - Hommage an die Kirschblüte

Jedes Jahr zur Zeit der Kirschblüte werden in Japan viele Feste gefeiert. Zu diesem Anlass passen Hanami Dango ideal. Sie werden wir folgt zubereitet:

Zutaten:

  • 100 g Reismehl
  • 100 Klebreismehl
  • 100 Zucker
  • 175 ml Wasser
  • rote Lebensmittelfarbe
  • 1 TL Matcha
  • 5 Tropfen japanische Sakura Essenz (Kirschblütenessenz)
  • 12 kleine Bambusspieße

 

Zubereitung:

Aus dem Mehl, dem Wasser und dem Zucker einen Teig herstellen und diesen in drei Teile teilen. Ein Teil wird mit dem Teelöffel Matcha vermengt. Der zweite Teil wird mit einigen Tropfen der roten Lebensmittelfarbe und der Sakura Essenz vermengt. Der dritte Teil bleibt weiß. Nun jeweils 12 gleich große Kugeln aus dem Mochiteig formen. In einem großen Topf ca. 2 Liter Leitungswasser zum Kochen bringen und dann leise weiter köcheln lassen. Eiswasser bereitstellen.

Zuerst die weißen Teigkugeln in das Kochwasser geben und für 5 Minuten köcheln lassen. Mit einer Schaumkelle herausnehmen und kurz im Eiswasser abschrecken. Danach auf Küchenpapier trocknen lassen. Als Nächstes die rosa Kugeln und zum Schluss die grünen Kugeln genauso garen. Sind alle fertig, werden sie in der Reihenfolge grün - weiß - rosa auf die Bambusspießchen gesteckt und können so serviert werden. Sie werden am besten frisch gegessen, können aber auch bei Raumtemperatur in einer geschlossenen Box für ein bis zwei Tage aufbewahrt werden.

Diese schöne Rezept eignet sich ideal für ein exotisches Dessert im Frühling oder zur Osterzeit.

 

Fertige Daifuku Mochi kaufen - wo geht das?

Fertige Mochi kann man in vielen Asialäden kaufen. Sie sind entweder fix und fertig in einer Art von Pralinenpackungen oder als Feinfrostware erhältlich. Die ungefrorenen Mochi schmecken nicht ganz so gut, sie sind etwas fester als die frisch zubereiteten oder die gefrorenen Reiskuchen.

Bei den gefrorenen Mochi muss man beim Auftauen aufpassen, damit sie nicht klebrig werden. Dazu werden sie am besten noch gefroren komplett aus der Packung genommen und auf einen Teller oder auf eine Silikonunterlage gelegt. Im Kühlschrank langsam oder bei Zimmertemperatur etwas schneller auftauen lassen. Beim Auftauen in der Mikrowelle sollte besonders vorsichtig vorgegangen und eine sehr niedrige Stufe mit kurzer Zeit gewählt werden. Sobald sie weich sind, möglichst bald servieren, sonst ziehen die Reiskuchen Feuchtigkeit aus der Umgebung an und werden klebrig.

 

Serviervorschläge und passende Kombinationen

Je nach Rezept sind Mochi mit Ankopaste, Früchten oder anderen Köstlichkeiten gefüllt und haben ungefähr die Größe eines flachgedrückten Golfballs. Sie passen ausgezeichnet als Dessert zu Sushi oder anderen japanischen Menüs. Doch kann man diese leckeren japanischen Reiskuchen auch anstelle von Kuchen zum Kaffee (oder natürlich zum Nachmittagstee) reichen.

Die Küchlein können zum Servieren in mundgerechte Happen geschnitten werden. Man kann sie mit etwas Puderzucker, Kakaopulver oder auch mit einem Hauch Matchapulver bestreuen. Dazu passen frische Früchte, Kräuter wie Minze oder eine Kugel Eis. Auch Kompott, Schlagsahne, Joghurt oder Quark können mit den Reiskuchen harmonieren - einfach ausprobieren und neue Kreationen entwickeln! Gutes Gelingen und guten Appetit!