Als Ofuro bezeichnet man in Japan eine Einrichtung mit einer kompakten Badewanne, die meist in einem eigenen Raum aufgestellt ist. Dieser Raum dient nicht der eigentlichen Reinigung wie bei uns eine Dusche oder normale Badewanne. Er wird eigens zum rituellen Baden und Entspannen aufgesucht. Vorher schrubbt man sich in der Dusche oder am Waschplatz sorgfältig sauber, um dann das Bad im wohlig warmen Wasser in aller Ruhe zu genießen.

 

Wie sieht eine typische Ofuro Badewanne aus?

Das Design einer Ofuro Badewanne unterscheidet sich auf den ersten Blick nur wenig von einer klassischen, freistehenden Badewanne. Es gibt ovale und runde Formen, aber auch eckige Modelle. Das Becken kann ebenerdig im Bad aufgestellt sein oder auf einem Absatz platziert werden. Besonders edel sieht es aus, wenn die Wanne in den Boden eingelassen ist. Da das Ofuro nicht sehr tief ist, benötigt man keine Stufen und keine Leiter und der Look wirkt herrlich puristisch und edel.

 

Welches Material sollte die Wanne haben?

Ofuro Wannen gibt es aus unterschiedlichsten Materialien:

  • Holz
  • Keramik
  • Kunststoff
  • Metall

 

Wer der historischen Tradition folgen möchte, stellt sich einen hölzernen Zuber auf, der in der Art einer Kiste oder eines Fasses angefertigt sein kann. Moderne Modelle werden aus hochwertiger Keramik oder aus Kunststoff hergestellt und sind mit einem Ablauf und Anschlüssen für die Armaturen ausgestattet.

Die Höhe des Ofuro ist so bemessen, dass es als Whirlpool oder als Sitzbadewanne dienen kann. Wird es in der Sauna als Tauchbad verwendet, kann man sich hier komplett in eiskaltem Wasser abkühlen.

Whirlpool

 

Wie wird dieses Designerstück perfekt in Szene gesetzt?

Ofurowanne

Damit die Ofurowanne perfekt zur Geltung kommt, sollte sie separat gestellt werden. Das kann nach historischem Vorbild in einer Nische im Badezimmer, in einem extra Raum oder auch im Freien auf einer Terrasse geschehen. Bei der Auswahl der Farbe stehen natürliche Holztöne und klares Weiß an erster Stelle. Sehr elegant sehen Modelle aus Naturstein wie Granit und Marmor sowie aus dunklem Kunststein aus.

Zum Wohlfühlen im eigenen Spa gehört ein durchdachtes Konzept für das Licht. Tageslicht oder dimmbare Leuchten können für eine angenehme Stimmung sorgen. Typisch japanisch sind außerdem kleine Dekorationen wie Bilder oder fein abgestimmte Blumengestecke, die den Raum verschönern.

Mit einem Vorhang oder einer flexiblen Trennwand (in Japan Shoji genannt) kann der Bereich im Bad abgetrennt werden. Seit einiger Zeit ist auch modern, das Badezimmer mit dem Schlafzimmer zu kombinieren. Für solch eine Gestaltung wäre ein Ofuro eine ideale Lösung.

 

Wie wird die Badewanne Ofuro richtig genutzt?

Wer im Ofuro ein Bad nehmen möchte, bereitet sich mit einer gründlichen Säuberung am ganzen Körper darauf vor. Das Wasser im Becken sollte eine angenehme Wärme haben, die bei ca. 37 °C bis maximale 42 °C liegt. Aromatische Duftöle und Badezusätze können die Entspannung fördern. Zum Beispiel eignen sich Kamille, Heublumen, Rosmarin, Thymian oder auch Rosenöl als Zusatz. Bei der Verwendung von Minze oder Lavendel ist der Duft herrlich erfrischend, aber es kann sich etwas kalt anfühlen. Diese Essenzen eignen sich daher, wenn eine Abkühlung gewünscht ist.

Baden in Ofuro

Traditionellerweise wurde in Japan das Ofurobad von der ganzen Familie benutzt, ohne zwischendurch das Wasser zu wechseln. Mit einer von außen betriebenen Heizung konnte das Badewasser länger warm gehalten werden. Nach dem Bad diente das Wasser noch zum Händewaschen. Diese Idee der Sparsamkeit ist aus heutiger Sicht auf die Hygiene weniger beliebt, doch kann das Badewasser durchaus zum Blumengießen dienen, wenn keine Zusätze verwendet wurden.

Viele Modelle sind mit einem Deckel ausgestattet, der das Badewasser sauber hält. Sie können außerdem mit einer eingebauten Heizung versehen sein, die immer für die richtige Temperatur sorgt. Hochwertige Lösungen haben sogar einen Timer, über den das Wasser automatisch zu einem vorher bestimmten Zeitpunkt und in der gewünschten Temperatur eingelassen wird.

 

Entspannter Genuss im eigenen Spa

Luxus im Ofuro

Durch die kompakten Maße des Ofuro wird nur wenig Wasser pro Bad benötigt. Man kann sich diesen kleinen Luxus also gerne mehrmals pro Woche oder zu jedem Wochenende gönnen. In Japan ist es sogar üblich, das Wannenbad täglich zum Tagesabschluss zu nehmen. Dazu setzen sich die Japaner eine halbe Stunde hinein und entspannen sich gründlich, bevor sie schlafen gehen. Mit diesem Ritual ist es einfach, schnell einzuschlafen und allen Stress des Tages zu vergessen. Eine gute Methode, um zu mehr Ausgeglichenheit zu gelangen!