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Japanisches Teeservice

Ein kleines Stück Tradition

Das japanische Teeservice – Teezeremonie für zu Hause

Tee gehört zu Japan wie die Geisha und die Kirschblüte. Kein Wunder, dass auch Teegeschirr eine Jahrhunderte alte Tradition in Japan hat. Von der Teezeremonie bis zur kleinen Tasse zu Hause – hier findet man feinste und beständige Keramik- und Porzellankunst für jede Sorte. Welchen Weg ein Teeservice hinter sich hat und wie Sie am besten damit Ihren Tee genießen, können Sie hier erfahren.

Teedosen aus Holz der Serie Karmi bei ORYOKI

Hochwertiger Tee will gut aufbewahrt werden

Damit Tee sein Aroma lange Zeit behält, ist es wichtig, ihn grundsätzlich kühl, dunkel und in einem geschlossenen Behälter aufzubewahren. Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen sollten möglichst vermieden werden. Der Vorteil von nicht aromatisiertem Grünen Tee, ist, dass er im Gegensatz zu aromatisiertem Tee viel weniger Aroma verliert und so die Haltbarkeit von Grüntee deutlich länger ist. Aus welchem Material sollte eine Teedose im besten Fall bestehen? Durchaus kann Kunststoff, der ausdünstet sehr ungesund sein und den Geschmack des Grüntees stark verändern. Unbedenklicher hingegen ist die Teedose aus Metall. Allerdings ist Metall ein eher „kaltes“ Material, egal, ob Edelstahl oder Aluminium. Außerdem ist es nicht in der Lage Feuchtigkeit aufzunehmen und zu regulieren. Daher empfinden wir Metall als keine gute Wahl, gerade dann, wenn eben sehr hochwertiger Tee aufbewahrt werden soll. Ein natürliches, edles Holz passt zudem viel besser zur Zeremonie des Teetrinkens.

Hochwertige, traditionell handgefertigte Teedosen aus Holz

Inspiration aus China

Die Idee für japanische Teekannen kam aus China: Die Yixing-Teekannen wurden dort schon seit Hunderten von Jahren aus rotem Ton gemacht. Die Region Tokoname in der japanischen Präfektur Aichi ist der älteste der „sechs alten Brennöfen“ in Japan, die traditionell für ihre hochwertige Keramik bekannt sind. Als 1878 der Töpfer Jin Shi Heng aus China nach Tokoname kam, lehrte er dort seine Handwerkskunst und trug entscheidend zur Weiterentwicklung des japanischen Geschirrs aus Tokoname bei. Während ein chinesisches Teeservice aber heute häufig mit künstlichen Tonmaterialien und Farben hergestellt wird, findet man im japanischen Teeservice nur natürliche Bestandteile.

„Die neue Sachlichkeit“ war eine Idee, die den Begründern von „Bauhaus“ als Grundlage diente. Und die Architekten und Designer, die dieser Idee folgten, schufen - vielleicht ohne es in erster Linie zu beabsichtigen - eine neue Emotionalität. Puristische Gestaltung, minimalistisches Design offenbarte eine hohe und sehr intensive emotionale Komponente, die als befreiend und bereichernd empfunden wurde. Weniger ist tatsächlich mehr, wenn ich das, was da ist, bewusster und intensiver wahrnehmen und genießen kann. Weniger ist tatsächlich mehr, wenn weniger Produkte mit mehr Herzblut, Begeisterung und Kunstfertigkeit geschaffen wurden. Weniger ist tatsächlich mehr, wenn dieses Weniger mehr wertgeschätzt wird, bessere Pflege und Aufmerksamkeit erfährt und uns länger begleitet.

Japanisches Teeservice, Kyusu Montage
Tokoname Tonweg, Region für traditionelle japanische Teeservice

In Tokoname wird schon seit dem 12. Jahrhundert Keramik hergestellt. Dort befinden sich spezielle Tonvorkommen mit hohem Eisenoxidgehalt aus Reisfeldern, die die Keramik aus der Region einzigartig machen. Seit der Verbreitung der Teezeremonie sind vor allem Teekannen und Matcha-Schalen (Chawan) aus rotem Ton beliebt. Diese entsprechen dem Wabi-Sabi-Prinzip der Teezeremonie: Die Rückbesinnung zur natürlichen, beständigen Schlichtheit macht unter anderem die Schönheit dieser Kunst aus. Generationen von Teemeistern und Geishas erlernten so den Umgang mit einem japanischen Teeservice.

Hingabe für den besten Teegenuss

Zur Anfangszeit war die Asche-Glasur-Technik besonders verbreitet, die auch heute noch oft eingesetzt wird. Die alten Tokoname-Keramikwaren, ursprünglich hellbraun mit einer leicht grünen Asche-Glasur am Rand, werden auch heute noch aufgrund ihrer Einfachheit und Robustheit geschätzt. Damals noch ein Produkt für die unteren Adelsschichten, die sich chinesiches Porzellan nicht leisten konnten, sind sie heute ein geschätztes Stück japanischer Kultur. Nach der Massenproduktion während der Industrialisierung und Einfluss westlicher Ästhetik kann man heute wieder einen Trend hin zu traditionellen Töpferstilen und Brenntechniken beobachten.

Zu Beginn der Herstellung wird der Ton in großen Scheiben über Monate hinweg getrocknet und anschließend von speziellen Maschinen und Mühlen zerkleinert. Es werden außerdem wertvolle Mineralien und andere Bestandteile hinzugefügt, und je nach Bedarf können unterschiedliche Tonarten gemischt werden, die das entstehende Teeservice einzigartig machen. Die Mineralien und das Eisen im Ton verleihen ihm nicht nur die charakteristische rote Farbe, sondern machen ihn auch besonders stabil und hochwertig. Sogar der Geschmack des Tees wird so besser hervorgehoben: Die Mineralien binden Bitterstoffe im Tee und machen ihn so weicher und aromatischer.

Trocknung von Tonscheiben für die Herstellung japanischer Teeservice

Geschirr oder Kunstwerk?

Eine weitere Besonderheit: Der Ton kann nicht nur in Form gegossen, sondern auf speziellen Töpferscheiben gedreht werden, was besonders viel Geschick und Erfahrung erfordert. Ein Handwerker, der sich über 12 Jahre in der Töpferkunst bewiesen hat und sich besonders durch seine traditionelle Technik auszeichnet, hat die Chance, vom japanischen Ministerium für Internationalen Handel und Industrie zum Dento Kogeshi (Meister der traditionellen Handwerkskunst) ernannt zu werden. Heute gibt es in Japan etwa über 30 Keramikmeister. Handwerk und Kunst gehen in Japan Hand in Hand und tragen beide den Namen Geijutsu.

Der Deckel, Griff und Ausguss der japanischen Teekanne werden getrennt angefertigt und zusammengefügt. An vielen Kannen sieht man noch die Spuren der Werkzeuge, mit denen diese angebracht wurden – ein Teil der Wabi-Sabi-Ästhetik, die Wert auf Authentizität legt. Auch der Boden der Teekanne bekommt noch eine individuelle Gravur des Handwerkers. Der Künstler kann bei der anschließenden Glasur viel Individualität in die Gestaltung stecken, indem er beispielsweise mithilfe von Algen (Mogake-Technik) einzigartige Muster auf dem Teegeschirr erzeugt. Die fertigen Teekannen kommen – sobald sie mindestens eine Woche lang getrocknet sind – für den letzten Schritt auf ein Regal in den Brennofen. Dort werden sie meist für 15 Stunden gebrannt. Traditionell wurden Holz- oder Kohleöfen benutzt, heute greift man auf die effizienten elektrischen Brennöfen zurück. Je nach Brenntechnik lässt sich auch die Farbe der Keramikwaren verändern.

Japanisches Teeservice Nichiyobi

Eine Welt aus Keramik und Porzellan

Was ist der Unterschied? Während Keramik aus gebranntem Ton gemacht wird, stellt man Porzellan aus gemahlenen Steinen her. Porzellan benötigt mit 1300 Grad auch eine weit höhere Brenntemperatur im Vergleich zu den 1150 Grad für Keramik. Das feine Porzellan-Teerservice findet man in Japan oft reich mit traditionellen Mustern Szenen verziert. Das Gesicht einer Geisha darauf kann beispielsweise daran erinnern, dass die Teezeremonie seit dem 17. Jahrhundert zur Grundausbildung in diesem Beruf gehört.

Ob ein Teeservice aus Keramik außen glasiert ist oder nicht, ist Geschmackssache. Innen spielt es aber eine große Rolle für den Geschmack des Tees: Innen unglasierte Teekannen nehmen das Aroma des Tees mit dem porösen Ton viel besser auf. In diesen sollte möglichst nur eine Teesorte zubereitet werden, um den Geschmack nicht zu verfälschen, während in glasierten Teekannen viele verschiedene Sorten möglich sind. Genauso vielseitig sind japanische Teekannen aus Porzellan, bringen das Aroma aber nicht optimal zur Geltung.

Teekannen in Japan werden oft mit einem eingebauten Sieb hergestellt. Der Zweck ist, dem Tee mehr Raum zum Ziehen zu geben. Auch muss der Filter besonders fein sein, um die kleinen Teeblätter effektiv aufzuhalten. Bei unterschiedlichen Arten von Filtern, ob aus Edelstahl oder Ton, sind es traditionell Keramikfilter, die am Ausguss oder am Deckel angebracht sind. Diese werden direkt aus dem Körper der Kanne ausgestochen oder getrennt angefertigt, wie es bei den kugelförmigen Sieben der Fall ist. Bei Oryoki finden Sie handgearbeitete Kyusu sowohl aus Porzellan, wie auch aus Keramik. Der teilweise sehr unterschiedliche Preis einer japanischen Kyusu orientiert sich im Übrigen am Aufwand der Herstellung in der Manufaktur oder des Meisters. Einige der Kyusu werden nur in sehr geringen Mengen von spezialisierten Meistern mit Jahrzehnte langer Erfahrung hergestellt. Dabei entstehen beliebte Raritäten eines leider aussterbenden Handwerks.

Welches Teeservice ist das Richtige?

Was ein japanisches Teeservice besonders macht, ist nicht nur die hohe Qualität und Ästhetik. Auch die Kannen für japanischen grünen Tee, die Kyusu genannt werden, sind anders gebaut. Mit der Aufbrühtechnik für Tee, die sich erst im 17. Jahrhundert in Japan etablierte, entstand die erste Kyusu – vorher hatte man Tee in Pulverform direkt in der Schale verarbeitet. Es gibt japanische Teekannen in unterschiedlichsten Größen und Formen, und insbesondere die Griffe spielen eine Rolle. Sie können ganz oben sein, wie der Bambussgriff der Uwade, oder an der Rückseite wie bei der Ushirode, die besonders für chinesischen oder englischen Tee beliebt ist. Houjicha wird am liebsten in einer Uwade gekocht. Der Griff kann aber auch ganz fehlen, wie bei der Einhandkanne Shiboridashi. Letztere lässt sich am besten für grünen Tee verwenden, der nicht so heiß ist, dass man die Kanne nicht anfassen könnte. Die hohe Variante heißt Hohin und ist für die Zubereitung von Gyokuro optimal.

Die bekannteste japanische Kyusu hat einen seitlichen Griff, der das Eingießen des Tees sehr leicht macht – die Yokode Kyusu. Diese relativ kleine Tonkanne fasst oft um die 270 ml und ist besonders gut für die Zubereitung von Sencha geeignet. Bei der Teezubereitung spielt die Größe der Teekanne eine wichtige Rolle: Den besten Houjicha bekommt man aus einer großen Kanne, während für Gyokuro kleinere Kannen bevorzugt werden. Entgegen der westlichen Gewohnheit, die Tassen voll zu füllen, werden Teeschalen immer nur zum Teil gefüllt.

Eine japanische Teekanne ist leicht zu pflegen: Wasser ist alles, was sie zur Reinigung braucht – Seife kann den Geschmack des Tees beeinträchtigen. Lassen Sie überschüssiges Wasser einfach verdunsten und erhalten so eine Kyusu für das ganze Leben. Genießen Sie Ihren japanischen grünen Tee aus einem einzigartigen japanischen Teeservice aus Tokoname.

Japanisches Teeservice Ginsaishudei Mokko
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